«Freipass» ein Objekt aus der Zukunft für Ting
Es gibt Objekte, die stellen einfach Fragen. Der Freipass ist so eines. Ting und das Dezentrum waren beide Teil des Förderprogramms «Future Urban Society» (Innosuisse). Das Dezentrum hat aus allen geförderten Projekten Ting ausgewählt, um gemeinsam ein spekulatives Artefakt zu entwickeln. Das Ergebnis macht sichtbar, wie eng Geld, Zeit und Möglichkeiten verknüpft sind.
Ein Führerschein für die Freiheit
Der Freipass ist als gefalteter Flyer gestaltet und erinnert an alte Führerscheine. Aufgeklappt springt einem sofort die Frage entgegen: «Was würdest du tun, wenn du könntest, und was hält dich zurück?»
Auf der Personenseite wird nicht nach Wohnort gefragt, sondern nach Einkommen und Erbe. Wo im Führerschein Fahrklassen stehen, erscheinen hier Kategorien wie Neuorientierung, Aus- und Weiterbildung, Projekt starten, Firma gründen oder Auszeit nehmen.
Und dann kommen die eigentlichen Fragen:
- Hast du das Geld, eine Firma zu gründen?
- Kannst du den Stempel bei der Auszeit setzen?
- Und wieso können es die einen, nicht aber die anderen?
Genau darum gibt es Ting. Damit mehr Menschen diesen Freipass tatsächlich in der Hand halten.
Was steckt dahinter?
Spekulatives Design ist ein Ansatz aus der Zukunftsforschung. Artefakte wie der Freipass sind keine Produkte, sondern Impulse. Sie stellen Fragen, verschieben Perspektiven und machen alternative Zukünfte greifbar. Das Dezentrum, ein Zürcher Think & Do Tank für Digitalisierung und Gesellschaft, untersucht mit dem Freipass, ob solche Objekte soziale Innovation besser kommunizieren können als reine Information.
Das Förderprogramm «Future Urban Society» der Innosuisse unterstützt genau solche Ansätze: skalierbare, partizipative Lösungen, die zum Teilen einladen und strukturellen Wandel anstoßen.
Willst du deinen eigenen Freipass?
Mehr zum Prozess und weiteren spekulativen Artefakten gibt es im Playbook «Thinking the Unthinkable» vom Dezentrum.