Wenn Vertrauen zur Freiheit wird

01.04.2026 von Anina Mutter

Es sind die klaffenden Lücken im gesellschaftlichen System, die Christoph Homberger – den die meisten einfach nur Hombi nennen – seit Jahrzehnten nicht akzeptieren kann und will. Der 63-jährige Zürcher, früher Opernsänger, ist leidenschaftlicher Aktivist für geflüchtete Menschen in der Schweiz. Sein Ziel: Menschlichkeit dorthin zurückzubringen, wo die Bürokratie an ihre Grenzen stößt.

Teilen

Manchmal ist es ein einziger Satz, der ein ganzes System infrage stellt. Für Christoph Homberger war einer dieser Momente, als ein Mensch vor ihm in Tränen ausbrach. Nicht nur wegen körperlicher Schmerzen, sondern wegen der schieren Angst vor der Rechnung. „Er sagte, er könne nicht in den Notfall, er könne das nicht zahlen“, erinnert sich Christoph.

Das Problem ist so banal wie fatal: Viele Geflüchtete können zwar knapp ihre Krankenkassenprämien decken, doch sobald ein Notfall eintritt, scheitern sie an der Franchise. Die Angst vor den Kosten verhindert den Gang zum Arzt.

Hombi hat dafür eine radikal einfache Lösung gefunden: Den Franchisentopf.

  • Die Idee: Ein Topf, der die hohen Franchisen übernimmt.
  • Der Deal: Die Menschen zahlen selbst 60 Franken im Jahr – den Rest übernimmt der Topf.

Das Ergebnis: „Das ist wie ein Befreiungsschlag für alle“, sagt Hombi. Plötzlich steht nicht mehr die Finanzierung im Weg, sondern die Genesung.

Freiheit durch Ting

Das Ting-Einkommen kam für Hombi genau im richtigen Moment. Es gab ihm die finanzielle Sicherheit, seine Vision des Franchisentopfes sofort und ohne bürokratische Hürden umzusetzen. Besonders deutlich wurde der Wert dieser Freiheit bei einem tragischen Notfall:

Ein Geflüchteter ist plötzlich erblindet. Dank Ting konnte ich ihm sofort sagen: Du musst dir keine Sorgen machen, deine Franchise ist abgedeckt. So konnte ich mich in Freiheit wirklich um den Menschen kümmern, ohne ständig rechnen zu müssen.

Christoph Homberger «Hombi», 63 aus Zürich

Mitglied

Für Hombi ist das der Kern von Ting: Vertrauen statt Kontrolle. Dass die Community ihm die Mittel anvertraut, ohne dass er jeden Rappen rechtfertigen muss, gibt ihm die Kraft, dort zu wirken, wo es brennt.

Das Fundament stärken

Hombi sieht in Ting mehr als nur ein Finanzierungstool; er sieht darin einen Entwurf für eine gerechtere Gesellschaft. Er ist überzeugt: Die ständige Angst um das finanzielle Überleben blockiert unsere Gehirne – besonders die der jungen Generation.

„Wir müssen wieder Räume schaffen, in denen wir uns ohne Angst begegnen können“, sagt er. Sein Appell ist klar: Die Schere zwischen Arm und Reich muss kleiner werden. „Der Reichtum muss dem Fundament wieder Geld geben, damit das Fundament hält. Wenn wir das nicht kapieren, sind wir verloren.“

Dank Hombis Arbeit und der Unterstützung durch Ting hat dieses Fundament in Zürich nun ein paar Risse weniger. Es geht um Humanität in der ersten Reihe – auf Augenhöhe.

Danke, Hombi, für deine #mytingstory. Aus unserer Sicht ist es mehr als humanistisch, wirkst du aktiv an einer sozial und gerechteren Welt mit. 

💚 Dank dem Produktions-Dream-Team Anina und Mael von RØNYA
Bilder: © Ting | Mael Ochsner

Ting - kurz erklärt

Ting ist eine Community-Plattform die sinnhafte Vorhaben mit Impact finanziert. Mit monatlichen Beiträgen bauen wir ein gemeinsames Vermögen auf, das Mitgliedern transparent und in Form eines zeitlich begrenzten Einkommens zur Verfügung steht. Ting wurde geschaffen, um Menschen zu befähigen, Vorhaben in die Tat umzusetzen, die positiv auf ihr Leben und die Gesellschaft wirken.

👉 Mehr Infos

Endecke unsere drei Mitgliedschaftsformen. Du wählst eine Mitgliedschaft, die deinen Zielen und Lebensumständen entspricht und legst los, damit auch du eines Tages deinen Traum, eine Idee oder ein Projekt umsetzen kannst mithilfe der Unterstützung von der Ting Community.

Teilen